Die „Druck Weiterverarbeitung“ ist der letzte Schritt in der Herstellung von Druckprodukten. Dazu gehören: Falzen, Nuten, Schneiden, Bohren, Sortieren, Perforieren, Prägen, Stanzen, Heften, Folienkaschieren und das Binden. Einige Prozesse davon möchten wir Ihnen gern näher erläutern.

Schneiden

Wir drucken auf großen Bögen gleich mehrere Exemplare. Um diese zu schneiden, benutzen wir eine Stapel- oder Planschneide. Nur so erreichen wir das Endformat des Druckproduktes. Schneiden ist aus der Druck Endverarbeitung nicht wegzudenken. So ist auch jedes erdenkliche Sonderformat möglich.

Falzen & Nuten

Falzen und Nuten sind eine der einfachsten Varianten der „Druck Weiterverarbeitung“. Wir falzen Papiere bis zu einer Stärke von 160 Gramm. Das können Flyern, Infobriefe oder auch Einladungen sein. Durch die unterschiedlichen Falzarten (Wickel-, Zickzackfalz) werden die Druckprodukte kompakter.

Bei kräftigeren Papieren oder mehreren Papierlagen nuten wir. Auf diese Weise verhindern wir dass Aufbrechen des Papiers. Durch das Eindrücken einer Rille mittels einer Nut verdünnt sich das Papier an der Falz. Es entsteht eine linienförmige Vertiefung.

druck weiterverarbeitung
Phty by Thomas Renaud

Heften in der Druck Weiterverarbeitung

Ob Schulungsunterlagen oder Broschüren – eine Heftklammer verwandelt lose Blätter in eine Bindung. Mittels Rückstichheftungen entstehen so in der „Druck Weiterverarbeitung“ professionelle Broschüren. Auch Prospekte oder Anleitungen sind möglich. Natürlich sind einfache Heftungen von einzelnen Blättern (für Schulungsunterlagen z. B.) ebenso alltäglich.

Binden

Zu den Bindearten gehören: Spiralbindungen und Klebebindungen. Letzteres ist eine dauerhafte Bindung und daher die Beliebteste, geeignet für Bücher, Broschüren, Kalender, Geschäftsberichten oder Blöcke.

Für eine Seitenzahl von 150 bietet sich die Hardcoverbindung an. Das ist eine klassische Buchbindung, die auch bei uns von einer Buchbinderin gemacht wird. Diese Art der Bindung ist nicht nur die Stabilste, sondern auch Langlebigste.

Prägen

Papier, Karton oder andere Materialien erhalten durch den Aufdruck eines Prägestempels erhabene oder tiefgestellte Stellen. Eine Prägung kann klein oder groß sein.

Eine sogenannte Blindprägung ist eine Prägung ohne Folie und Farbe. Besonders beliebt ist diese Art der Druckveredelung und Druck Weiterverarbeitung bei der Geschäftsausstattung oder Urkunden. Wappen und Logos werden gern blindgeprägt.

Prägungen können Sie haptisch erfüllen und das macht es so spannend.

Bohren

Stärkeres Papier oder Papierschichten lassen sich nicht mehr lochen. Um diese dennoch gut abzuheften, wird ein Loch in das Papier gebohrt. Auch einzelne Löcher für Messingklammern und dergleichen sind beliebt. Genutzt wird diese Art der „Druck Weiterverarbeitung“ für Schilder oder Fächer. Auch Holz, Pappe, Plastik oder Folien können gebohrt werden.

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Photy by Photo by Simon Caspersen

Kaschieren / Laminieren

Kaschieren bezeichnen wir im Druck auch als Cellophanieren. In der Regel kaschieren wir Buchumschläge oder einzelne Blätter, um eine bessere Haltbarkeit und gleichzeitig einen Schutz des Druckes zu erhalten.

Ähnlich wie beim Laminieren wird beim Kaschieren eine Folie aufgetragen, nur mit geringerer Stärke. So bleibt die Oberflächenstruktur des Drucks besser erhalten.

Beim Laminieren wird ebenso eine Folie über den Druck gelegt. Diese schützt vor Feuchtigkeit, Reibung oder Kratzern. Das Druckprodukt wird dabei komplett eingeschlossen. Die Laminierfolien gibt es mit glänzender oder matter Oberfläche. Auf diese Weise erhalten Drucke noch einen optischen Eyecatcher.

Stanzen als Druck Weiterverarbeitung

Das vollständige Heraustrennen von Papier mittels Stanzwerkzeug nennt man Stanzen. Die herausgestanzten Formen verschönern die Drucke und machen diese individueller und hochwertiger.

Das Stanzen verwendet wir oftmals, um einen Fenstereffekt zu erzeugen. Durch ein ausgestanztes Fenster in der Vorderseite einer Karte blicken Sie somit auf einen Ausschnitt der nachfolgenden Seite.

Besonders schön sind auch Letterpress Produkte

Perforieren

Beliebt ist eine Perforation zum Beispiel bei Eintrittskarte, so kann ein Teil der Karte abgerissen werden. Beim Perforieren stanzen wir einen winzigen Teil des Papiers heraus.

Für welche Art der „Druck Weiterverarbeitung“ Sie sich entscheiden, wir beraten Sie gern bei der Auswahl. Sprechen Sie uns bereits bei der Planung Ihrer Drucke an.

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